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Zwei  „ Langenloiserinnen“ in Paris

Besuch an einer Floristikschule im Rahmen des EU-Mobilitätsprojektes  „COLLVET“

Vom 5.5. – 11.5. 2014 verbrachten  Ilse Kirchner und Sabine Schaffer, beide Fachlehrerinnen für Floristik, einige Tage in Paris, um das Ausbildungssystem der Floristen und die Floristikbranche  in Frankreich kennenzulernen.   FLORNET, das europäische Netzwerk der Gartenbau- und Floristikschulen  machte es ihnen leicht, den Kontakt zu Joseph Hocine,  Koordinator an der Schule École des fleuristes de Paris, herzustellen.

Der Rundgang am riesigen Blumengroßmarkt mit  Dekorationsgeschäften ( Deco Jardin) für Floristen und Gärtner  in Rungis, im Süden von Paris, war großartig. Die Qualität und das breite Angebot -  sowohl an Schnittblumen und Topfpflanzen  als auch an geschmackvollen, trendigen  Vasen und Dekobedarf  - waren beeindruckend.  Jeden Donnerstag verbringt Joseph Hocine, unser Betreuer vor Ort, die frühen Vormittagsstunden am Großmarkt, um den Kontakt zu den Blumenhändlern und zu den  Ausbildnern zu pflegen. 
Die Schule - mit ihrem  15-köpfigen Lehrerteam -  liegt mitten in Paris im 19. Bezirk und ist sehr gut ausgestattet:  2 große und helle Praxisräume samt Kühlraum, 2  Hörsäle für je 75 Personen, Computerraum mit Schulbibliothek, 2 Klassenräume,  mehrere Büros,  1 Lehrerzi mmer.

 Die duale Grundausbildung zum Floristen dauert 4 Jahre, die Meisterausbildung zwei weitere Jahre.  Die Lehrlinge arbeiten 2 Wochen in ihrem Lehrbetrieb, besuchen dann 1 Woche die Schule, danach geht es wieder für 2 Wochen in das Blumengeschäft.  Die Lehrausbildung kann nur bis zu einem  Alter von  26 Jahre gemacht werden.

Die  Ausbilder in den Blumengeschäften, die auch  1000 €/ Lehrling/ Schuljahr an die Schule zahlen,  entscheiden, welche Schule  ihr Lehrling absolviert.  Es gibt noch 4 weitere Schulen in Paris, wo die Floristikausbildung gemacht werden kann.  Somit bemüht sich jede Schule, die beste zu sein.

Ein Highlight des Besuches war das Miterleben der Eröffnung  des neuen Blumengeschäftes von Patrick Blanchon im eleganten Einkaufszentrum Parly 2.  „ Die überquellende, üppige Blumenpräsentation in und vor den Geschäften ist wunderschön“, stellen Ilse Kirchner und Sabine Schaffer nach dem Besuch weiterer  Blumenläden in Paris fest.  Natürlich ließen  sie sich auch das Geschäft von Gilles Pothier, dem Floristweltmeister  von 1997, nicht entgehen. 

Die grünen Wände (Murs Végétaux), gestaltet von Patrik Blanc, waren dank ihrer Dimension und der Pflanzenvielfalt ein weiteres Highlight. Beim Museum du Quai Branly befindet sich eine gigantische grüne Wand mit Freilandpflanzen. Vertikale Wandbegrünungen für den Innenbereich sind im Atrium des Hotels  Pershing Hall -  und im Bahnhof Gare du Nord/ Magenta zu bewundern.

Im eleganten Vorort Vincennes ist eine riesige Grünfläche (Bois de Vincennes), in dem sich neben eines Zoos und eines Waldes,  auch ein  großer, öffentlicher Park- der Parc Floral - befindet.
Wir bestaunten die üppige Farbenpracht der Rhododendronblüte. Uns fiel auch die durchgängige Etikettierung der Pflanzen auf. Die Schüler der Floristikschule nutzen den Park für Naturstudien und zum Erwerben von Pflanzenkenntnissen. 

Reich an neuen Eindrücken und Ideen verabschiedeten sich Ilse Kirchner und Sabine Schaffer von Paris. 

Sabine Schaffer, Ilse Kirchner

Bild mit Joseph Hocine vor der Floristikschule


Bild Grüne Wand beim Museum du Quai Branly


Geschäft von Gilles Pothier, dem Floristweltmeister  von 1997